30 häufige Fehler von Firmenwebseiten - Teil 1

Bei der Erstellung von Firmenwebseiten kommt es oftmals zu den gleichen Fehlern im Bereich der Usability, der Suchmaschinenoptimierung und der Technik. In unserer dreiteiligen Artikelserie möchten wir einige Punkte davon konkret aufzeigen. Der erste Teil befasst sich vor allem mit dem Thema Usability, während der zweite eher in Richtung Suchmaschinenoptimierung geht. Der dritte Teil geht auf Themen wie Ladezeit, Technik oder auf rechtliche Aspekte eingehen.

1. Den ersten Eindruck verfehlt

Der wohl wichtigste Aspekt ist der erste Eindruck. Ist dieser nämlich nicht beim Benutzer angekommen, fühlt er sich verloren. Das Resultat: Die Absprungquote ist groß. Daher muss immer darauf geachtet werden, dass der Nutzer innerhalb der ersten Sekunden möglichst präzise erfährt, um was es auf der Webseite geht. Wenn Sie etwas bestimmtes verkaufen, dann zeigen Sie das auch. Ein negatives Beispiel habe ich bei uns in Schwetzingen entdeckt. Hier gibt es eine Werbeagentur, welche als Titelbild eine liegende und leicht bekleidete Frau zeigt. Das sah dann eher aus wie ein Massage-Salon oder ein Erotik-Dienstleister. Und genau das wollen wir vermeiden. Dem Nutzer sollte im besten Fall durch eine klare Überschrift und ein passendes Bild angezeigt werden, um was es hier geht.

Webseitenoptimierung

2. Keine klare Seitenstruktur

Ist der erste Eindruck passend und wurde die Startseite schon ein wenig durchsucht, wird der Nutzer meist weitere Links anklicken. Hierbei ist es immens wichtig, dass die Seitenstruktur einfach ist. Eventuell verstehen Sie die Seitenstruktur, aber viel wichtiger ist doch, dass auch Ihr Kunde diese versteht. Daher geben wir Ihnen hier die folgenden Tipps:

  • Halten Sie die Struktur so flach wie möglich. Versuchen Sie aber auch nicht mehr als 5-7 Links in der ersten Stufe zu verwenden.
  • Verwirren Sie den Kunden nicht mit Begriffen, die er (noch) gar nicht kennt oder versteht.
  • Zeigen Sie klar an, wo der Kunde was finden kann und platzieren Sie die Informationen gezielt.
  • Führen Sie Tests mit echten Personen durch. Setzten Sie diese an einen Computer und lassen Sie diese Antworten zu typischen Fragen recherchieren, um herauszufinden wie gut Ihre Struktur ist.

Mit diesen Punkten können Sie sicherstellen, dass der Kunde sich insgesamt gut zurechtfindet.

3. Unvollständige oder sogar falsche Unternehmensdaten

Stellen Sie sich mal vor, Sie wollen in einem Restaurant mit Freunden mittags essen gehen. Sie recherchieren die Öffnungszeiten und stellen fest, dass das Restaurant dienstags um 12:00 Uhr offen hat. Sie laden Ihre Freunde ein und schwärmen sogar schon von diesem Restaurant. Dienstag Mittag stehen Sie dann vor geschlossener Türe. Würden Sie dort nochmals hingehen? Wahrscheinlich nicht. Daher sollten die Unternehmensdaten auf Ihrer Webseite aber auch in Branchenverzeichnissen immer und ausnahmslos korrekt sein.

Ebenfalls sollten die Daten auch nicht unvollständig sein. Zumindest der Name, die Adresse, die Öffnungszeiten, eventuell Preise und weitere branchenspezifische Daten sollten vorhanden sein. Auch für die Suchmaschine ist das relevant, aber dazu kommen wir im zweiten Teil, wenn es um strukturierte Daten geht, die die Suchmaschine verstehen kann.

4. Zu wenig oder zu viel Inhalte

Viele Webseiten bieten kaum Inhalte an. Andere hingegen haben große Textwüsten, die kaum lesbar sind. Wichtig ist es, ein gutes Mittelmaß zu finden und den Besucher nicht zu überfordern. Arbeiten Sie ruhig mit Listen, Bildern oder Infografiken, um den Inhalt noch besser rüberzubringen. Des Weiteren sollten Design-Konventionen zu Schriften, Farben und Größen eingehalten werden, um Inhalte ideal lesbar zu machen.

5. Falsches Verhältnis zwischen Design und Inhalt

Manchmal kommt es auch vor, dass eine Webseite ein viel zu gutes Design hat, aber der Inhalt nicht optimiert ist. Umgekehrt gibt es Webseiten, da stimmt der Inhalt, aber das Design ist ziemlich schlecht. Hier muss ein Mittelmaß zwischen Design und Inhalt gefunden werden. Mit beidem darf nicht übertrieben werden, um nicht vom Inhalt oder vom Design abzulenken.

6. Kaum einzigartige Inhalte sowie Copy & Paste

Ein weiterer Fallstrick oder eine Art um Besucher zu vertreiben und um die Position in Suchmaschinen zu verspielen, sind kaum einzigartige Inhalte oder Inhalte, die aus Copy & Paste aus anderen Quellen entstanden sind. Von der Suchmaschine werden diese als Duplicate-Content gewertet und abgestraft. Auch der Besucher liest sich so etwas nicht gerne durch. Daher sollten Sie eher einen professionellen Texter an Ihre Texte setzen, der es schafft, den Nutzer für das Thema aufzuwärmen.

Webseitenoptimierung

7. Zu wenig regelmäßige Inhalte

Keiner mag Webseiten, die einmal erstellt wurden und dann für immer gleich bleiben. Daher macht es in vielen Fällen Sinn, die Webseite regelmäßig zu aktualisieren. Ein Blog wäre schön, muss aber nicht sein. Zumindest sollten aktuelle Events und Angebote auf der eigenen Firmenwebsite präsentiert werden. Dann haben Besucher auch einen Anreiz wieder zu kommen und Ihr Angebot regelmäßig anzuschauen.

8. Kein Call-To-Action / Kontakformular

Eine Webseite bringt vor allem dann etwas, wenn Sie Kunden und Aufträge gewinnt. Machen Sie es dem Besucher ruhig einfach und platzieren Sie einige wenige aber gezielte Call-To-Action-Buttons, um den Besuchern die Chance zu geben, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Diese können beispielsweise auf Ihr Kontaktformular verweisen, das möglichst einfach gehalten ist, damit Ihre Besucher dieses ohne Probleme ausfüllen können.

9. Keine Optimierung für Mobilgeräte oder Tablets

Die Anzahl der mobilen Aufrufe sind in den letzten Jahren schon enorm gestiegen und werden auch weiter steigen. Laut BrightEdge sind bereits 57% aller Suchanfrage von mobilen Endgeräten. Daher ist die Optimierung für Mobilgeräte und Tablets in 2020 immer noch eines der wichtigsten Kriterien, wenn Sie eine erfolgreiche Webseite erstellen möchten.

10. Keine Einrichtung und Nutzung von Tracking

Um das ganze abzurunden, kommt noch ein letzter Punkt. All diese Maßnahmen müssen natürlich auch getestet und geprüft werden. Dazu eignen sich Analyse-Tools wie Google Analytics oder Piwik, um die Bewegung Ihrer Besucher datenschutzkonform messen zu können. Dabei sind vor allem die folgenden Fragen interessant:

  • Wo kommen meine Besucher her?
  • Wo steigen meine Besucher wieder aus und wie muss ich diese Seiten optimieren?
  • Wie halte ich Besucher länger auf meiner Webseite?
  • Wie kann ich die Conversion-Rate steigern?

Was halten Sie davon? Fallen Ihnen noch weitere Punkte ein oder möchten Sie etwas anmerken? Wir freuen uns auf Ihr Kommentar! Sobald der zweite und dritte Teil draußen ist, werden wir diesen hier ebenfalls veröffentlichen.

Daniel Koch

Über den Autor

Hallo, ich bin Daniel Koch. Ich helfe Firmen und Privatpersonen, das Beste aus ihrem Web-Auftritt herauszuholen, so dass diese mehr Kunden und Aufträge erhalten. Seit meinem 13. Lebensjahr beschäftige ich mich mit der Erstellung und Optimierung von Webseiten und bin ein Digital Native. Gerne helfe ich auch Ihnen weiter. Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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