30 häufige Fehler von Firmenwebseiten - Teil 3

Bei der Erstellung von Firmenwebseiten kommt es oftmals zu den gleichen Fehlern im Bereich der Usability, der Suchmaschinenoptimierung und der Technik. In unserer dreiteiligen Artikelserie möchten wir einige Punkte davon konkret aufzeigen. In diesem Teil befassen wir uns mit den Themen Ladezeitenoptimierung, der Technik und rechtlichen Aspekten. Ein kleiner Rückblick: Teil 1 der Artikelserie ging um Usability und Content, Teil 2 ging hauptsächlich um die Suchmaschinenoptimierung.

21. Webseite zu langsam

Killer-Kriterium Nummer eins ist im Bereich der Conversion-Rate mit hoher Wahrscheinlichkeit die zu lange Ladezeit. Die meisten Nutzer klicken eine Seite weg, die zu lange lädt. Daher muss Ihre Seite unbedingt auf mehr Page-Speed optimiert werden.

Hier einige Gründe warum eine Webseite langsam sein kann:

  • Langsamer oder falscher Hoster / Webserver
  • Zu viele oder umoptimierte Bilder, Videos oder Webseiten-Code
  • Veraltete Technologie
  • Unkomprimierte Datenkommunikation
  • Auslieferung von Inhalten ohne Cache

Mit dem Tool Page Speed Insights von Google lässt sich die Performance einer Webseite prüfen. Schaffen Sie es über die 90 von 100 Punkte? Wir schaffen es aktuell auf 99 (Desktop) und 91 (Mobile) von 100 Punkte. Auch wir haben noch einige kleinere Baustellen, die wir in der Zukunft weiter optimieren wollen. Sollten Sie weit von 90 entfernt sein, müssen Sie dieses Thema unbedingt in Angriff nehmen, um Besucher nicht zu verjagen. Wie oft haben Sie sich schon dabei erwischt, eine Webseite weg zu klicken, wenn sie länger als 3 Sekunden geladen hat? Lassen Sie es uns gerne wissen.

Google Page Speed Insights Bewertung

22. Zu häufige Down-Time

Eng gekoppelt mit dem Thema der Ladezeit ist natürlich auch die Down-Time einer Webseite. Ist Ihre Webseite "down" ist sie nicht mehr aufrufbar.

Auch für das Offlinegehen einer Webseite gibt es verschiedene Gründe:

  • Hosting: Ihr Hoster macht zum Beispiel eine Umstellung oder einen Fehler und muss daher die Server neu starten.
  • Entwicklung: Bei der Entwicklung funktioniert ein Stück Code nicht mehr und die Webseite bricht zusammen.
  • SSL-Zertifikat / Domain: Es kann auch passieren, dass Sie vergessen haben, das SSL-Zertifikat oder die Domain zu verlängern / zu erneuern.
  • Externe Faktoren: Ebenso kann es passieren, dass ein massiver Besucheransturm oder ein DDOS-Angriff Ihre Seite lahmlegt.

23. Veraltete Technologie

Begünstigt wird die langsame Ladezeit oder häufige Down-Time einer Webseite natürlich noch durch veraltete Technik. Ebenso beeinflusst veraltete Technik auch die User-Experience und natürlich auch die Optimierung für Suchmaschinen, da diese Ihre Webseite nicht korrekt einlesen können. Ganz davon abzusehen hat so manche alte Technologie auch Sicherheitslücken, die Sie Ihren guten Ruf kosten können. Die folgenden Dinge sollten Sie auf gar keinen Fall mehr machen:

  • Nutzung von Flash
  • Seitenaufbau mit Tabellen
  • Nutzung von Frames

24. Kontaktformular funktioniert nicht

Angenommen Sie haben die ersten drei Punkte beherzigt. Sie haben eine Webseite, die schnell und modern ist. Dann müssen Sie als nächstes noch sicherstellen, ob alle Komponenten wirklich funktionieren. Die beste Webseite bringt Ihnen nichts, wenn zum Beispiel die E-Mails des Kontaktformulars nicht ankommen. Die hart gewonnenen Kunden fragen sich dann, warum Sie nicht antworten. Daher ist meine Empfehlung:

Eine regelmäßige Prüfung aller wichtigen Funktionalitäten einer Webseite: Kontaktformular, Bestellungen, Newsletter-Anmeldungen und alles weitere mit dem der potentielle Kunde noch agieren kann.

25. Keine Verwendung von https

Eine weitere Schwachstelle einer Firmenwebseite kann ein fehlendes Sicherheitszertifikat sein. Einfach gesprochen heißt das, dass Ihre Webseite mit http statt mit https aufrufbar ist. Dies hat zur Folge, dass in öffentlichen WLANs der Datenverkehr von jedem weiteren WLAN-Nutzer abgefangen werden kann, ohne dass Sie das als Anwender merken. Das lässt sich schon mit einfacher und kostenloser "Sicherheitssoftware" bewältigen.

Daher müssen Sie in jedem Fall ein sogenanntes TLS-Zertifikat (SSL hieß es übrigens früher) verwenden und Ihre Seite damit auf "https" umstellen. Wir verwenden für solche Zertifikate in der Regel Let's Encrypt, eine freie, offene und automatisierte Zertifizierungsstelle. Auch das wirkt sich sowohl positiv auf Ihre Seriosität als auch auf Ihren Ruf bei Suchmaschinen aus.

26. Kein Favicon / Apple Touch Icon

Wenn wir schon bei den URLs sind, die mit https ausgeliefert werden sollen, kümmern wir uns auch gleich um die kleinen Icons, die direkt daneben stehen. Diese nennen sich auch Favicons. Diese sind kein Muss, aber es sieht einfach professioneller aus, diese zu sehen. Solche Icons lassen sich auch in größeren Varianten definieren, so dass zum Beispiel auch ein Apple-Gerät Ihre Webseite mit Logo auf dem Startbildschirm anzeigen kann.

Ein guter Favicon-Generator, den wir auch nutzen, ist der Favicon & App Icon Generator, der viele Formate und einige Konfigurationsoptionen unterstützt.

27. Fehlende Weiterleitungen von alten Unterseiten

Wenn Sie einen Relaunch Ihrer Webseite durchführen, ändern Sie oder die Entwickler oftmals die URL-Struktur. So heißt beispielsweise die Kontaktseite nicht mehr "https://mein-unternehmen.com/contact" sondern "https://mein-unternehmen.com/kontakt". Es hat sich nur ein kleiner Buchstabe geändert, aber das weiß sowohl der Kunde als auch die Suchmaschine nicht. Daher muss jede alte Seite mit einem sogenannten Redirect auf die neue Seite weitergeleitet werden.

28. Fehlende 404-Seite

Sollte es nicht für alle alten Seiten eine Weiterleitung geben, gibt es noch eine "Nicht gefunden"-Seite, auch 404-Seit genannt. Auch diese sollte vorhanden sein, um den Kunden trotzdem zu halten bzw. dies zumindest zu versuchen. Die Seite kann zum Beispiel aufzeigen, dass diese URL nicht existiert und gleichzeitig dem Kunden weitere relevante Informationen zum Unternehmen zeigen, so dass weniger oft der Tab einfach geschlossen wird.

29. Werbung auf der eigenen Webseite

Werbung kann auf Webseiten sinnvoll sein. Gerade bei Blogs oder Communities ist das eine gute Möglichkeit, um Geld im Web zu verdienen.

Aber auf Ihrer Firmenwebseite sollte das nicht der Fall sein. Denn Sie wollen ja verkaufen und nicht den Besucher zur Konkurrenz jagen, nur um ein paar Euro an Werbeeinnahmen zu generieren.

Sollten Sie aber einen Blog haben, ist das was anderes. Ein paar Mal auch die Konkurrenz zu verlinken, wenn Sie finden, dass diese etwas besonders gut machen, muss nicht umbedingt immer schaden.

30. Rechtliche Aspekte

In dieser Artikelserie dürfen im Jahr 2020 nicht diese Punkte fehlen: Datenschutz und das Gesetz. Hohe Strafen drohen, wenn die DSGVO nicht eingehalten wird. Wir möchten und dürfen Sie hier nicht beraten, aber denken Sie bitte an die folgenden Punkte, wenn Sie Ihre Webseite überprüfen:

  • Existiert ein gültiges Impressum? (e-recht24 hat dazu einen interessanten Beitrag veröffentlicht)
  • Existiert eine gültige Datenschutzerklärung?
  • Haben Sie einen Cookie-Hinweis implementiert?

Wir hoffen Sie mit der Artikelserie auf neue Ideen & Inspirationen für Ihre Firmenwebseite gebracht zu haben. Welche Punkte finden Sie hiervon am sinnvollsten? Wir freuen uns auf Ihre Meinung! Hier finden Sie nochmals Teil 1 und Teil 2 der Artikelserie.

Über den Autor

Hallo, ich bin Daniel Koch. Ich helfe Firmen und Privatpersonen, das Beste aus ihrem Web-Auftritt herauszuholen, so dass diese mehr Kunden und Aufträge erhalten. Seit meinem 13. Lebensjahr beschäftige ich mich mit der Erstellung und Optimierung von Webseiten und bin ein Digital Native. Gerne helfe ich auch Ihnen weiter. Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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