Softwareentwicklung: Der ultimative Leitfaden

Was ist Software­entwicklung?

Die Softwareentwicklung - auch software engineering genannt - ist ein aus verschiedenen Teilschritten zusammengesetzter IT-Prozess aus dem Applikationen wie zum Beispiel Web Apps und mobile Apps entstehen.

Da die Entwicklung von Software hochkomplex und oft schwer zu greifen ist, möchten wir dich auf einfachem Wege mit dem Thema vertraut machen.

Nur so werden wir der obersten Maxime unserer eigenen Software-Agentur gerecht: Für dein Unternehmen echten Mehrwert zu generieren, damit dein nächstes Projekt ein voller Erfolg wird!

Ablauf der Software­entwicklung

Software kann plangetrieben oder agil entwickelt werden. Folgende Liste greift beide Vorgehensmodelle auf, auch wenn bedacht werden muss, dass diese in der agilen Entwicklung mehrfach und in der plangetriebenen Entwicklung einmalig durchgeführt werden.

Der Ablauf der Softwareentwicklung beginnt mit der Anforderungsanalyse, gefolgt vom Entwurf der Architektur, der Implementierung der Software, der Qualitätssicherung, dem Deployment und endet mit der Wartung.

1. Anforderungsanalyse

Einer der ersten Aufgaben in Software-Projekten ist die Analyse der Anforderungen. Hierbei findest du, entweder selbst oder gemeinsam mit deiner Software-Agentur, heraus, welche Funktionalitäten deine Software bieten soll. Dabei werden zwei Arten von Anforderungstypen unterschieden:

  • Funktionale Anforderungen beschreiben, was die Software genau können muss.

  • Qualitätsanforderungen beschreiben qualitative Eigenschaften der Software hinsichtlich der Funktionalität (z. B. der Sicherheit), Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit, Effizienz, Änderbarkeit und Übertragbarkeit. Auch rechtlich muss eine Software bestimmte Vorgaben erfüllen. Ein Beispiel dafür ist die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

  • Randbedingungen beschreiben organisatorische oder technologische Bedingungen, welche die Software erfüllen muss.

Das Resultat der Anforderungsanalyse ist bei plangetriebenen Modellen das Lastenheft, welches eine Auflistung aller Anforderungen an deine Software ist. Bei agilen Modellen sind es User-Stories, die fortwährend erarbeitet und dokumentiert werden.

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2. Entwurf

Ist die Anforderungsanalyse auf einem guten Stand, kann der Entwurf der Software beginnen. Beim Software-Entwurf wird ein technisches Lösungskonzept einer Software erarbeitet. Dieses Lösungskonzept wird auch Software-Architektur genannt.

Die Architektur beschreibt die Struktur einer Software mithilfe von Komponenten und deren Verbindungen. Eine solide Software-Architektur spart Kosten, beschleunigt die Entwicklung und erhöht die Qualität der Anwendung.

Die Entwurfsphase ist nicht immer notwendig. In überschaubaren Projekten kann auf die Entwurfsphase verzichtet werden, da gerade kleine Software-Projekte oftmals ähnlich aufgebaut sind. Dies spart Kosten und wertvolle Zeit.

Das Resultat der Entwurfsphase ist eine Dokumentation der Software-Architektur, welche als Briefing für die Entwickler in der Implementierung dient.

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3. Implementierung

Bei der Implementierung ensteht die Funktionalität der Software durch das Schreiben von Code. Die Implementierung teilt sich in die Frontend-, Backend- und Infrastruktur-Entwicklung auf.

Die Implementierung läuft durch Entwickler ab, die Features lokal programmieren und diese in einem Versionsverwaltungssystem sichern. Von dort aus werden sie auf dem Entwicklungs- oder Testsystem bereitgestellt.

Die Entwicklung von Software wird deutlich schneller, wenn bestehende Lösungen genutzt werden, so dass nicht jede Funktionalität neu entwickelt werden muss.

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4. Qualitätssicherung

Bei der Qualitätssicherung wird die zu entwickelnde Software auf die korrekte Umsetzung der Anforderungen geprüft und verbessert. Oftmals läuft diese Phase parallel zur Implementierung ab und ist eng mit dem Deployment verbunden. Die sechs Qualitätsmerkmale einer Software stammen aus der Norm ISO/IEC 9126. Diese sind Funktionalität, Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit, Effizienz, Änderbarkeit und Übertragbarkeit.

Die Qualitätssicherung lässt sich unkompliziert abbilden, indem Versionsverwaltungssysteme, kontinuierlicher Integration und Auslieferung, manuelle und automatisierte Tests sowie Code-Reviews etabliert werden. Es gibt dabei verschiedene Testarten. Diese sind Komponenten-, Integrations-, System- und Abnahmetests. Während die ersten drei von Entwicklern durchgeführt werden, werden Abnahmetests von dir als Auftraggeber durchgeführt.

Es ist wichtig, die Qualitätssicherung nicht zu vernachlässigen, denn je später ein Fehler entdeckt wird, desto teurer wird er.

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5. Deployment

Das Deployment hat das Ziel, die entwickelte Software auf einem Entwicklungs-, Test- oder Produktivsystem verfügbar zu machen. Das Release einer Software erfolgt immer in den folgenden Schritten:

  • Änderungen werden zunächst in Form von neuen Versionen auf dem Entwicklungssystem bereitgestellt und dort durch den Softwareentwickler geprüft.

  • Soll nun ein Release durchgeführt werden, werden alle Änderungen auf dem Testsystem bereitgestellt und können dem Kunden präsentiert werden bzw. vom Kunden geprüft werden.

  • Ist der Schritt erfolgreich, erfolgt die Bereitstellung auf dem Produktivsystem, sodass die Kunden die Software nutzen können.

Tipp: In vielen Fällen findet heutzutage statt einer kompletten Neuentwicklung eine Modernisierung von On-Premises-Software durch eine Cloud-Migration statt. Dabei wird die Software in die Cloud umgezogen, angepasst und verbessert.

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6. Wartung

Die Wartung stellt die Funktionalität und Qualität einer Software sicher. Diese läuft neben dem Support und der Weiterentwicklung ab. Es gibt verschiedene Arten der Wartung:

  • Die korrektive Wartung korrigiert Software immer dann, wenn beim Anwender ein Fehler aufgetreten ist.

  • Die präventive Wartung korrigiert Software über Fehler, die bereits bekannt sind und in Zukunft auftreten können.

  • Die adaptive Wartung verbessert Software dadurch, dass sich äußere Umstände ändern, welche auch eine Änderung an der Software hervorbringen.

  • Die perfektionierende Wartung verbessert Software, indem die Architektur oder die Implementierung überarbeitet wird.

Ein Software-Wartungsvertrag hält alle Rahmenbedingungen der Wartung fest, schafft klare Verhältnisse, gibt deinem Unternehmen mehr Sicherheit und eine bessere Planbarkeit.

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Kosten und Zusammenarbeit

Was kostet die Entwicklungeiner Software?

Die Kosten der Entwicklung von Individualsoftware variieren je nach Anforderungen und können nicht pauschal angegeben werden. Um die Kosten zu ermitteln, wird der Aufwand geschätzt und mit dem Stundensatz multipliziert. Möchte dein Unternehmen dabei den besten Preis, achte darauf, die Idee präzise zu beschreiben, die Anforderungen richtig zu priorisieren und verschiedene Angebote einzuholen.

Wie finde ich die passendeSoftware-Agentur?

Software kann durch eine Inhouse-Entwicklung oder durch Outsourcing stattfinden. Das Outsourcing wird selbst nochmals unterteilt in das Offshoring, das Nearshoring und das Onshoring. Jede dieser Varianten hat ihre Vor- und Nachteile, die individuell abgewogen werden müssen. Damit dein Unternehmen sich im Dschungel der Möglichkeit ideal zurechtfindet, helfen wir dir, die passende Software-Agentur zu finden.

Wie lange dauert die Entwicklungeiner Software?

Die Dauer der Entwicklung hängt primär vom Aufwand ab, der für die Entwicklung benötigt wird. Die Dauer ergibt sich folglich durch die Erstellung eines Zeitplans anhand des geschätzten Aufwands. Daneben spielen die Verfügbarkeit der Entwickler und des Kunden eine wichtige Rolle. Außerdem ist die Expertise und die Anzahl der Entwickler entscheidend.