Menschen in einem Büro, die an einem Computer arbeiten
Phase der Softwareentwicklung

Wartung

Die Software deines Unternehmens ist nun produktiv und wird tatkräftig genutzt. Dennoch bedeutet das nicht, dass die Softwareentwicklung hier endet. Die Wartung ist zwar der letzte Schritt der Softwareentwicklung, entscheidet aber oftmals, ob du langfristig erfolgreich bist und bleibst.

  • HauptartikelSoftware-Entwicklung

  • Lesezeit5 Minuten

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Die Wartung stellt die Funktionalität und Qualität einer Software sicher. Diese läuft neben dem Support und der Weiterentwicklung ab.
  • Bei der korrektiven Wartung werden Fehler behoben, bei der präventiven Wartung werden zukünftige Probleme beseitigt. Die adaptive Wartung passt sich an neue Gesetze und Technologien an und die perfektionierende Wartung verbessert Software stetig.
  • Ein Software-Wartungsvertrag hält alle Rahmenbedingungen der Wartung fest und gibt dir mehr Sicherheit sowie eine bessere Planbarkeit.

Was ist die Wartung von Software?

Die Wartung (engl. software maintenance) stellt sicher, dass eine Software den aktuellen Anforderungen entspricht, Fehler behoben werden und sie weiterhin effektiv und effizient funktioniert. Neben der Wartung gibt es auch den Begriff Support, welcher darauf abzielt Anwender bestens auszubilden und zu unterstützen. Dies erfolgt in der Regel durch Beantwortungen in Ticket-Systemen, Schulungen oder Dokumentationen. Der Support ist eine wichtige Ergänzung zur Wartung von Software.

Neben der Wartung und dem Support der Software kann aber auch eine weitere Tätigkeit ablaufen. Bei der Weiterentwicklung der Software werden neue Anforderungen nachträglich über den üblichen Softwareentwicklungsprozess umgesetzt.

Arten der Wartung von Software

Zunächst müssen zwei Dimensionen unterschieden werden:

  • Reaktiv vs. proaktiv: Soll nur nach Aufforderung oder bereits präventiv in das System eingegriffen werden?
  • Korrektur vs. Verbesserung: Wird die Software nur von einem Fehlverhalten korrigiert oder wird sie auch verändert?

Anhand dieser Dimensionen lassen sich verschiedene Arten von Wartung feststellen:

  • Die korrektive Wartung korrigiert Software reaktiv immer dann, wenn beim Anwender ein Fehler aufgetreten ist. Die Wartung erfolgt dann durch eine Meldung an die Entwickler.
    • Beispiel 1: Nach dem Absenden eines bestimmten Formulars stürzt die Anwendung ab.
    • Beispiel 2: Die Anzeige einer Liste von Benutzern lädt ewig lang, was dazu führt, dass die Software nicht gut nutzbar ist.
  • Die präventive Wartung korrigiert Software proaktiv über Fehler, die bereits bekannt sind oder in der Zukunft bei ungünstigen Bedingungen entstehen können, beim Anwender jedoch noch nicht aufgetreten sind.
    • Beispiel 1: Ein Monat nach dem Launch der Software ist eine kritische Sicherheitslücke an einem externen Dienst aufgefallen. Dafür wird nun ein Patch eingespielt werden.
    • Beispiel 2: Es werden regelmäßig präventiv Backups erstellt, für den Fall, dass es mal zu einem Datenverlust kommt.
  • Die adaptive Wartung verbessert Software reaktiv dadurch, dass sich äußere Umstände ändern, welche auch eine Änderung an der Software hervorbringen.
    • Beispiel 1: Die Version der Programmiersprache wird nach vier Jahren nicht mehr unterstützt und muss aktualisiert werden.
    • Beispiel 2: Die rechtlichen Anforderungen an die Datenschutz-Grundverordnung ändern sich, sodass die Software dahingehend angepasst werden muss.
  • Die perfektionierende Wartung verbessert Software proaktiv, indem der Entwurf oder die Implementierung überarbeitet wird. Dies geht mit einer höheren Qualität einher, da unter anderem die Performance, Stabilität, Sicherheit oder Hosting-Kosten der Anwendung verbessert werden kann.
    • Beispiel 1: Nach einigem User-Feedback hat sich herausgestellt, dass die Benutzeroberfläche noch intuitiver gestaltet werden kann.
    • Beispiel 2: Durch die Optimierung des Algorithmus zur Berechnung der Bewertungen wird viel Rechenzeit gespart, wodurch die Hosting-Kosten gesenkt werden können.

Warum ist ein Software-Wartungsvertrag wichtig?

Um bei deinem nächsten Projekt ideal aufgestellt zu sein, musst du gemeinsam entscheiden, welche Aufgaben vom Dienstleister übernommen werden.

Für kleine Software eignet sich meist auch nur eine rein reaktive Wartung. Hat deine Software jedoch eine größere Nutzerzahl oder mittlerweile auch eine höhere Relevanz für dein Geschäftsmodell, wird es wichtiger vorausschauend zu agieren und somit proaktiv zu handeln, um Ausfälle und finanziellen Schäden zu vermeiden. Dann ergibt es Sinn, beides vollumfänglich mit einzuplanen. In jedem Fall lässt sich diese Entscheidung auch individuell treffen.

Auch muss der Umgang mit Fehlern definiert werden. In vielen Fällen erhältst du bezogen auf die korrektive Wartung eine Garantie von einem Jahr, sodass entdeckte Fehler in dieser Zeit kostenfrei behoben werden. Anders jedoch verhält es sich mit den anderen Wartungsarten. Hierfür musst du individuell und gemeinsam abstimmen, wie damit umgegangen werden soll. Auch musst du definieren, wie schnell Fehler behoben werden müssen.

All diese Entscheidungen werden in einem Wartungsvertrag festgehalten. Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand: Ein Wartungsvertrag sorgt für klare Verhältnisse. Du hast einen starken Partner, auf den du dich verlassen kannst und die Kosten für die Wartung können gut abgeschätzt und geplant werden.

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